Regensburger Cluster bündeln KI-Expertise mit goAIR

Startschuss für netzwerkübergreifende Initiative / IT-Sicherheitscluster e. V. erhält Fördermittel: Entwicklung eines Cybersecurity-Datenpools für Akteure in KI

Seit 2020 ist der IT-Sicherheitscluster e. V. Core-Partner in der AIR Initiative: Artificial Intelligence Regensburg. Dieser Verbund aus Partnern in der Wirtschaft, der Stadt, der Universität, der Ostbayerischen Technischen Hochschule sowie vier Clustern in Regensburg arbeitet im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Ziel: Die Donaustadt soll zu einem Hightech- und Wissensstandort ausgebaut werden, an dem sich KI in all ihren Facetten zeigen kann. Dafür arbeitet der IT-Sicherheitscluster e.V. mit dem Cluster Sensorik/Strategische Partnerschaft Sensorik e. V. mit dem Cluster Mobility & Logistics und der BioPark Regensburg GmbH zusammen. Die vier Partner haben nun auch auf Bundesebene überzeugt: Für ihren Ansatz eines cluster- und domänenübergreifenden Serviceportfolios „goAIR – Artificial Intelligence Regensburg“ erhalten sie seit Oktober für die kommenden zwölf Monate Fördermittel aus dem Programm „goCluster“.

Regionale Clusterorganisationen arbeiten dann effektiv zusammen, wenn sie den Mehrwert ihrer gemeinschaftlichen Initiative nach außen hin klar vermitteln können. Das versucht goCluster, und damit auch goAIR. Königsdisziplin ist es, ein gemeinsames Leistungsportfolio anzubieten, bei dem jedes Netzwerk seinen Markenkern und sein Profilbild beibehält, die Vorteile der gemeinsamen Maßnahmen und Angebote an Schnittstellen jedoch so motivierend wirken, dass regionale Akteure durch ihre Partizipation zu den Treibern der clusterübergreifenden Arbeit werden. Die Bindung an „ihr“ originäres Netzwerk wird dabei nicht verloren. Insbesondere Querschnittstechnologien wie die künstliche Intelligenz (KI) erfordern diese Art von gemeinschaftlichen Konzepten. Der Arbeit des IT-Sicherheitsclusters ist dies aufgrund eines ihrer Kernthemen, der IT- und der Cyber-Security ohnehin inhärent.

Die Initiative AIR ist nun ein klares Commitment der vier großen Partnernetzwerke für „ihre“ Region. Sie beabsichtigen, gemeinschaftlich ein zukunftsorientiertes regionales Entwicklungskonzept zu liefern, das ihre jeweiligen Akteure aktiv einbindet und mobilisiert. Ihren Sitz haben die Netzwerke in Regensburg, ihre Aktivitäten strahlen jedoch weit darüber hinaus. Bereits seit dem Frühjahr 2020 sitzen sie zusammen mit Vertretern aus der Industrie und der Wirtschaftsförderung der Stadt Regensburg sowie den Hochschulen an einem Tisch. In diesem Kontext führte die Zusammenarbeit der Cluster mit der Wirtschaftsförderung zum Projekt goAIR, das um Kernbereiche wie dem Erschließen neuer Geschäftsmodelle, aber auch jeweils clusterspezifischer Aspekte kreist. Nach erfolgreicher Begutachtung stehen nun Fördergelder zur Verfügung, die es erlauben, die gewachsenen Strukturen auf ein neues Level zu heben und zu professionalisieren.

Das IT-Sicherheitscluster fokussiert auf seine Zielgruppe. Dies sind (clusterübergreifend) vorwiegend KMO, da diese das Gros der Mitglieder des IT-Sicherheitsclusters e. V. ausmachen. Das Projekt aktiviert sowohl eigene Mitglieder als auch kooperierende Partner. Dies ist gerade mit Blick auf Fragen der Informationssicherheit von Bedeutung, weil Informationssicherheit und deren Untermenge IT-Sicherheit ebenso wie Künstliche Intelligenz eine Querschnittsthematik darstellt, die jeden beteiligten Cluster gleichermaßen betrifft. Ziel ist die Entwicklung eines Serviceportfolios für Künstliche Intelligenz (KI). KI fasst eine Reihe von Teilgebieten der Informatik und Mathematik zusammen mit dem Ziel, komplexe Aufgaben zu lösen. Denn: Künstliche Intelligenz bietet inzwischen vielfältige Einsatzmöglichkeiten und erschließt Unternehmen zahlreiche neue Möglichkeiten. Vom Aufbau eines KI-Expertenpools werden alle beteiligten Projektpartner und ihre Mitglieder profitieren. Das IT-Sicherheitscluster erweitert hier die Fragen rund um sichere IT, sei es in Form von Absicherung mithilfe von KI oder Abwehr von KI-basierten Angriffen. Wer wissen will, wer hilft, wird in Zukunft auf den Expertenpool zurückgreifen. Doch nicht nur das: Denn der Datenbankentwurf soll vorsehen, dass aufklärend alle Fragen rund um KI-basierte Technologien beantwortet werden, die mit Cybersicherheit auf Tuchfühlung sind, etwa bei der Anomalieerkennung. Ein Katalog von Dienstleistern und Dienstleistungen erzeugt Transparenz im Markt. Und auf diese Weise ergänzt der IT-Sicherheitscluster e. V. die Projektarbeit seiner Partner. Der Beitrag ist ein Baustein in der Vernetzung von Unternehmen und Interessen zum Schutz unserer Wertschöpfungsketten, unserer wirtschaftlichen Güter und Werte zunächst im Crosscluster-Bereich, dann aber auch weit darüber hinaus.

 

Ihre Ansprechpartner:innen

Projektbetreuung:  Dr. Matthias Kampmann (matthias.kampmann@it-sicherheitscluster.de)
PÖ/Marketing: Judith Strußenberg (judith.strussenberg@it-sicherheitscluster.de)
Information: https://www.it-sicherheitscluster.de

Projektinformation: https://www.clusterplattform.de/CLUSTER/Navigation/DE/Bund/go-cluster/go-cluster.html
Offizielle Ausschreibung: https://www.clusterplattform.de/CLUSTER/Redaktion/DE/Downloads/bmwi_foerderbekanntmachung_go_cluster_2021.html

Hier finden Sie die Pressemitteilung.