Vorgestellt: Unser neuer Kollege Dr. Matthias Kampmann

Hallo Matthias, Du unterstützt uns seit Anfang Oktober in Sachen Forschung und Entwicklung und wirst Dich in Zukunft unter anderem um ISIS12 kümmern. Du kommst aber nicht aus der Sicherheitsbranche. Was ist Dein Background? 

Promoviert habe ich im Fach Kunstgeschichte und bin außerdem ausgebildeter Zeitungsredakteur.  

Wie kommst Du denn zur IT-Sicherheit? 

Das ist gar nicht so abwegig. In meiner Doktorarbeit beschäftigte ich mich mit Kunst und dem Internet. Also keine Galerien mit Bildern von Van Gogh oder Rembrandt, sondern Werke, die mit dem Netz selbst, mit seiner Technik, den Protokollen und Möglichkeiten arbeiten. Ich habe mich in der Szene umgesehen und war ohnehin stark an den gesellschaftlichen Aspekten der Computerwelt interessiert, die hinter dem schönen Schein bunter Oberflächen zu finden waren. Sicherheit war und ist einer davon. 

Wie kamst Du dann zu uns? 

Über die Ostbayerische Technische Hochschule. Dort unterrichtete und erforschte ich in einem befristeten Projekt auf einer halben Stelle das Lesen und Schreiben im Software Engineering. Über diese Tätigkeit kam ich in Kontakt mit Euch. Erst habe dann als freier Mitarbeiter an Forschungsförderanträgen mitgeschrieben, dann bin ich auf Euch zugegangen und habe mein Glück erfolgreich versucht. 

Und der Wechsel? 

Das ist gelinde gesagt ein absoluter Glücksfall, selbst wenn ich der Lehre mit einem weinenden Auge ein wenig nachtrauere. Das Spektrum an Betätigung ist im Cluster allerdings fantastisch. Wenn ich die Gelegenheit bekomme, ein wenig mehr Aufmerksamkeit für Sicherheitsthemen bei kleinen und mittelständischen Organisationen und Unternehmen mitzuprägen, ist es großartig. Wenn sich außerdem ein paar der Ideen, die ich hoffentlich mit dem Team und den Clustermitgliedern entwickeln kann, umsetzen lassen, wäre es großartig. 

Welche Pläne verfolgst Du im Cluster? 

Ich habe in den vergangenen Wochen die Instrumente ISA+ und ISIS12 kennengelernt. Aus anderen Ländern und anderen Regionen in Deutschland höre ich immer, dass dort so etwas fehle. Da liegt doch wahnsinnig viel Potenzial! Einerseits möchte ich also daran mitgestalten, dass die Reichweite beider Instrumente für mehr Sicherheit in Unternehmen größer wird. Andererseits mag ich meine Kraft dafür einsetzen, dass auch Startups von ISIS12 und ISA+ profitieren. Letztlich sehe ich meine Arbeit als Teil einer typisch europäischen Vorstellung von sicherer IT, die so von den großen, weltweiten Playern eben nicht geprägt wird. 

Und was interessiert Dich jenseits von Bits und Bytes? 

Da ist erst einmal Luna, unser Familienvierbeiner. Der ist Hobby und Pflicht und Lebenspartner auf vielen Runden übers Land. Und, dem Cluster sei zutiefst gedankt, sie begleitet mich zur und während der Arbeit. Dann die Musik: Ich singe im Männerchor Barbing und klampfe in meiner Freizeit gelegentlich auf meiner Westerngitarre vorzugsweise Johnny-Cash-Songs. Närrisch bin ich in Sachen Fotografie, und wenn es passt, fahre ich sehr gern Motorrad.