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Ein Informationssicherheitsbeauftragter (ISB) ist eine Person, die für alle Fragen rund um die Informationssicherheit im Unternehmen oder der Organisation zuständig ist. Ein ISB sollte Erfahrung und Wissen sowohl auf den Gebieten der Informationssicherheit als auch der IT besitzen und die Geschäftsprozesse der Institution kennen. Zur Wahrung der Unabhängigkeit sollte der ISB direkt der obersten Leitung zugeordnet sein. Je nach Feld, in dem das Unternehmen tätig ist, gibt es gesetzliche Regelungen, die Maßnahmen zur Informationssicherheit vorschreiben. Aber selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, oder künftig durch NIS2 wird, gibt es eine ganze Reihe guter Gründe, warum ein Unternehmen einen ISB haben sollte.

Hier sind sieben davon:

  1. Ein ISB hilft, die IT-Sicherheit im Blick zu behalten und sich laufend um einen hohen Standard der Informationssicherheit zu kümmern. Das trägt dazu bei, dass das Unternehmen vor Cyberangriffen geschützt ist und dass die Daten der Kunden sicher sind.
  2. Ein ISB steuert und koordiniert den Sicherheitsprozess. Dadurch kann das Unternehmen sicherstellen, dass alle Sicherheitsmaßnahmen effektiv umgesetzt werden.
  3. Ein ISB unterstützt die Leitung bei der Erstellung der Sicherheitsleitlinie. Eine klare Vorstellung davon, welche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind, hilft jeder Organisation bei der Ergreifung effektiver Mittel.
  4. Ein ISB koordiniert die Erstellung des Sicherheitskonzepts und zugehöriger Teilkonzepte und Richtlinien. Dadurch kann das Unternehmen sicherstellen, dass alle Sicherheitsmaßnahmen aufeinander abgestimmt sind.
  5. Ein ISB fertigt Umsetzungspläne für Sicherheitsmaßnahmen an, initiiert und überprüft ihre Umsetzung. Dadurch kann ein Unternehmen sicherstellen, dass die Sicherheitsmaßnahmen auch effektiv umgesetzt werden.
  6. Ein ISB koordiniert sicherheitsrelevante Projekte und untersucht sicherheitsrelevante Vorfälle. Dadurch kann das Unternehmen schnell auf Sicherheitsprobleme reagieren und diese lösen.
  7. Ein ISB initiiert und koordiniert Sensibilisierungen und Schulungen zur Informationssicherheit. Dadurch können die Mitarbeitenden des Unternehmens geschult werden, um sicherzustellen, dass sie sich bewusst sind, wie wichtig Informationssicherheit ist.

Wie wird man ISB?

Um Informationssicherheitsbeauftragter zu werden, qualifiziert man sich durch Fachwissen, die in qualifizierten Weiterbildungen erlangt werden. Eine gesetzliche Regelung zur Ausbildung zum ISB existiert nicht. Weil es keine Regelungen gibt, eignen sich besonders praxisnahe Weiterbildungen, die organisatorische Aspekte ebenso abdecken wie rechtliche und technische Themen und die den frisch gebackenen ISB auch nach der Weiterbildung bei seinem Job unterstützen.

Praxisnah und zertifiziert – Die Weiterbildung zum ISB im IT-Sicherheitscluster e. V.

Die Weiterbildung im IT-Sicherheitscluster e. V. bietet, was Sie brauchen, um als ISB tätig zu werden:

  • Ein offizielles Zertifikat der OTH Regensburg
  • Die direkte Umsetzung des vermittelten Wissens im eigenen Unternehmen ist Teil des Ausbildungskonzeptes
  • Hohe Praxisrelevanz durch erfahrene Trainer
  • Nachhaltig lernen: ein ISB-Arbeitskreis und weitere Austauschmöglichkeiten erleichtern die Vernetzung und halten Ihr Wissen aktuell
  • Die Schulungstage werden auf 2 Blöcke innerhalb von ca. 4 Wochen verteilt

Zur Anmeldung: https://eveeno.com/isb_2

Tipp: Es gibt auch Fördermöglichkeiten für die Ausbildung zum ISB. Mehr erfahren Sie hier.